Rezepte für Ernährung nach Trennkost

 

Das Prinzip der Trennkost besteht im getrennten Verzehr von eiweiß-und kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln. Trennkostrezepte beschreiben, wie die Zutaten anhand des Trennungsplans und mit „neutralen Lebensmitteln“ harmonisch aufeinander abgestimmt werden.

Kohlenhydratreiche Trennkostrezepte

Reis, Kartoffeln oder Nudeln werden mit Salat, Gemüse und neutralen Lebensmitteln kombiniert.

Spinatgratin:

  • 4 Kartoffeln
  • 500 g Blattspinat
  • 50 g Sahne
  • 60 g Gouda, 60% Fett
  • 1 Msp. Cayennepfeffer
  • ½ TL Majoran
  • ½ TL gehacktes Liebstöckel
  • 1 TL Gemüsebrühe -Instantpulver

 

  • Kartoffeln vorkochen, schälen und in Scheiben schneiden.
  • Spinat blanchieren und in eine gefettete Auflaufform geben.
  • Die Kartoffelscheiben schuppenartig darauf verteilen.
  • 120 ml Wasser mit der Sahne mischen, den klein gewürfelten Käse hineingeben.
  • Die Mischung mit Cayennepfeffer, Liebstöckel, Majoran und Instantbrühe abschmecken und über die Kartoffelscheiben gießen.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 160°C ca. 22 min. überbacken.

Gemüsepaella:

  • 100 g Reis
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 200 g frische Champignons
  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Stangen Lauch
  • 4 EL grüne TK-Erbsen
  • 3 Knoblauchzehen
  • ¼ l Gemüsebrühe
  • ½ TL Safranpulver
  • 4 EL Sahnedickmilch
  • 2 EL gehackte Petersilie

 

  • Während der Reis kocht, sind die Paprikaschoten in Streifen und Champignons in Scheiben zu schneiden.
  • Zwiebel würfeln und anschießend in Öl glasig dünsten. Den Lauch in Ringe schneiden und dazu geben. Auch die Paprikastreifen, Champignons, Erbsen und zerdrückte Knoblauchzehen darunter mischen.
  • Die Gemüsebrühe aufgießen und alles zusammen 15 min garen. Den Reis unter das Gemüse heben und weitere 5 min durchziehen lassen. Safran sowie Sahnedickmilch unterrühren und mit Petersilie garnieren.

Eiweißhaltige Rezepte für Trennkost

Kombinationen aus Fleisch, Fisch und Käse mit Salat, Gemüse und neutralen Nahrungsmitteln.

Rindersteak „Saltimbocca“:

  • 2 Rinderhüftsteaks
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Scheiben Parmaschinken
  • 800 g Zucchini
  • 4 EL Olivenöl
  • 20 g Pinienkerne

 

  • Rindersteaks zu flachen Fleischstücken halbieren, pfeffern und mit einem Salbeiblatt belegen. Jedes Steak mit einer Scheibe Parmaschinken umwickeln und mit kleinen Holzspießchen befestigen.
  • Die Zucchini in Scheiben schneiden, in Olivenöl braun braten, salzen, pfeffern und warm stellen.
  • Die Steaks im Schinkenmantel in Rapsöl von jeder Seite 2 bis 3 Minuten braten.
    Steaks und Zucchini anrichten. Die ohne Fett goldbraun gerösteten Pinienkernen darüber streuen.

Lachsfilet mit buntem Gemüse:

  • 500 g Lauch
  • 100 g Sellerie
  • 2 Paprikaschoten
  • 100 g Möhren
  • 1 Zucchino
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Cayennepfeffer, italienische Kräuter
  • 2 Lachsfilets
  • 2 EL Zitronensaft
  • scharfer Senf
  • 1 EL Mehl
  • 2 EL saure Sahne
  • Gemüse klein schneiden und in Öl andünsten, mit der Gemüsebrühe ablöschen und mit Gewürzen und Kräutern abschmecken.
  • Lachsfilets mit Zitronensaft beträufeln, mit Senf bestreichen, salzen, pfeffern, mit Mehl bestäuben und vorsichtig in Öl braten.
  • Saure Sahne unter das Gemüse rühren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Lachs servieren.
  • Kochen mit Rezepten für Trennkost verspricht neben unzähligen Variationsmöglichkeiten eine bessere Verträglichkeit der Mahlzeiten ohne lästiges Völlegefühl danach.

Trennkost saisonal, jetzt Spargel-Rezepte

Heute widmen wir uns in der Sparte Trennkost-Rezepte der Saison dem Spargel. Der Spargel ist eine schon lange im Europäischen beheimatete Kulturpflanze, die ihre Ursprünge in China und/oder im milden Vorderasien. Der Name Asparagus klingt zwar lateinisch, rührt aber aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „junger Trieb“.

Der Artennamenszusatz „officinalis“ deutet darauf hin, dass dem Spargel gewisse medizinische Eigenschaften zugeordnet werden. Er gilt unter anderem als reinigend (harntreibend) und wurde zur Heilung der Gelbsucht angewendet oder „verabreicht“.

Bei gewissen Grunderkrankungen sollte aber der Verzehr von Spargel auf ein Minimum reduziert werden (z.B. Rheuma, Gicht).

Zunächst war der Spargel ausschließlich als Grünspargel bekannt. Und schon im „alten Rom“ hat man sich über die hohen Spargelpreise erhitzt. Der Anbau, Pflege und Ernte des Spargel ist recht aufwendig und rechtfertigt ein gewisses Preisniveau. Erst im Laufe der letzten ca. 100 Jahre gewann der so genannte Bleichspargel immer mehr an Bedeutung und wird heute zum Beispiel in Deutschland überwiegend angeboten.

Es gibt eine weiße und eine violette Spielart – Sorten gibt es aber einige. Die Pflanze, die die Spargeltriebe hervorbringt ist in beiden Fällen – grün oder weiß/violett – die gleiche, lediglich die Art des Anbaus unterscheidet sich. Der Bleichspargel wird in typischen angehäuften Spargelreihen angebaut, der Grünspargel auf ebenerdigen Flächen. Grünspargel wird überirdisch geschnitten, Bleichspargel unter der Erde im gewissen Abstand zum Wurzelstock gestochen.
Sticht man übrigens den Spargel zu nah am Wurzelstock, kann er bitter schmecken.

Die Vorbereitungsart zwischen Grünspargel und Bleichspargel unterscheidet sich dahingehend, dass Grünspargel – wenn überhaupt – nur an den unteren Enden geschält wird, während der Bleichspargel nahezu ganz geschält werden muss. Beim Schälen verwendet mal spezielle Spargelschäler, die eine scharfe Klinge haben sollten.
Ist der Spargel für den Genuss vorbereitet, kann er auf die unterschiedlichsten Arten zubereitet werden, wobei die gängigste das Kochen im Sud ist. Weitere Zubereitungsarten sind gebraten, vom Grill, in der Folie, klein geschnitten als Gemüse, roh im Salat und mehr. Bei den Beilagen gibt es neben regionalen Besonderheiten auch persönliche Präferenzen. Ob es Omeletts, Schnitzel, (klassisch) Schinkel roh oder gekocht, Lachs, Krebsfleisch, die unterschiedlichsten Soßen, Salzkartoffeln oder andere Beilagen sind – eines ist allen gemeinsam : Spargelgerichte stellen ein echtes Festessen dar. Vergessen wir dabei aber auch nicht die Spargelsuppen – von klar mit Einlauf bis hin zu schweren cremigen Varianten.

Der Fachsimpelei wollen wir aber auch etwas zur Genusssteigerung folgen lassen! Probieren Sie einmal folgende nicht so alltägliche Varianten aus – allesamt sind sie aus dem Blickwinkel der Trennkost betrachtet bestens geeignet. (Spargel ist neutral, Fleisch und Fisch eiweißhaltig und Kartoffeln und Mehl kohlehydrathaltig). Die Mengen (für 2 Portionen) sind jeweils abhängig von persönlichen Präferenzen, rechnen Sie aber bitte wenigstens ½ Pfd Spargel pro Kopf.

1. Spargel mit Guarcamole (komplett neutral)

Liste
Ca 500 gr Grün- oder Bleichspargel
Salzwasser
½ reife Avocado
1 mittlere Tomate
Zitronensaft
Evtl Chili (frisch oder als Pulver) oder Pfeffer frisch gemahlen
Salz

Zubereitung (einfach)
Die Tomate filetieren (schälen und von den Kernen befreien), in kleine Würfel schneiden
Den Grünspargel nach der Vorbereitung (Putzen, minimales Schälen am unteren Ende) mit Biss, also nicht zu weich, kochen.
Die halbe Avocado mit der Gabel zerdrücken und mit der Tomate locker vermischen, mit dem Saft und den Gewürzen abschmecken.
Die Grünspargel putzen und wenn nötig an den Enden schälen und im Salzwasser bis zum gewünschten Grad garen – er sollte noch Biss haben.
Den Spargel auf zwei Teller verteilen und die Guarcamole darüber anrichten.

2. Salat aus Spargel, Frühlingszwiebeln und Krebsfleisch (neutral und eiweißhaltig)

Liste
Ca 500 gr Grün- oder Bleichspargel
3-4 Frühlingszwiebeln
125 gr Flusskrebsfleisch (oder eine Packung..)
Alternativ ein Hühnerbrustfilet in kleinen Stücken gegart
Zitronensaft
Pfeffer und Salz

Zubereitung (einfach)
Den Spargel Putzen und ggf schälen, in fingerlange Stücke schneiden und in der Pfanne mit Biss garen/ anbraten. Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Rädchen/Ringe schneiden, die Krebse verlesen und längs halbieren.
Den Spargel mit den Zwiebelrädchen und dem Krebsfleisch vermischen und mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz würzen – wird warm gegessen.
Alternativ anstatt dem Krebsfleisch frisch gegartes Hühnchenfleisch nehmen.

3. Spargel mit Lachssahnesoße (neutral und eiweißhaltig)

Liste
Ein Pfund Bleich- oder Grünspargel
Reichlich Gemüsebrühe
Ca 200 gr frischen Lachs (eher etwas weniger als zu viel!)
100 ml Creme fresh
1 TL Kerbel oder Dill (getrocknet)

Zubereitung (einfach)
Den Spargel gründlich putzen und schälen und in der Gemüsebrühe nach Geschmack garen (10-15 Minuten – Garprobe machen), aus dem Sud nehmen und warm stellen.
200 ml Spargelsud abnehmen und in einem kleinen Topf kräftig aufkochen – etwas einkochen lassen, den Kerbel (oder Dill) zugeben und etwas aufkochen lassen, Temperatur zurücknehmen. Die Creme fresh zufügen und leicht köcheln lassen. Die Soße sollte eine sämige Konsistenz bekommen. Den Lachs in Streifen schneiden und in die Soße legen und garen lassen. Evtl ein bisschen mit Salz nachwürzen.
Den Spargel auf zwei Teller verteilen und den gegarten Lachs mit der Soße darauf verteilen – genießen.

4. Cremesüppchen von der Spargelbrühe (neutral und kohlehydrathaltig)

Liste
Genügend Spargelbrühe (mindestens ¾ Liter)
2 EL Butter
1 EL Olivenöl
3 EL Weizenmehl
1 TL Getrockneten Kerbel oder Petersilie
1 Eigelb

Zubereitung (muss geübt werden, dann einfach)
Man nimmt für diese Suppe einen geräumigen Topf und stelle sich alle Zutaten griffbereit (!)
Zunächst erhitzt man die Butter und das Öl bis zur Kochlöffelprobe, dann das Mehl auf einmal zufügen und unter stetigem Rühren aufgehen oder aufblühen lassen.
Das Wichtigste bei dieser „hellen Einbrenne“ ist, wie die Grundlage genannt wird, dass das Mehl aufgeschlüsselt wird ohne dass es anbrennt. Eine angebrannte Einbrenne verdirbt nämlich den Geschmack kolossal. Andererseits schmeckt die daraus hergestellte Soße oder Suppe mehlig, wenn das Mehl nicht ordentlich aufgeschlüsselt wird. Dieser Vorgang muss ggf geübt werden – nicht verzagen, wenn man den Bogen raus hat, gelingt die Soßen- und Suppengrundlage immer!!
Im rechten Moment unter Rühren mit dem Schneebesen die Spargelbrühe zusetzen und kräftig aufkochen lassen. Hier zeigt sich dann auch, dass es wichtig war, einen geräumigen Topf zu nehmen!
In die kochende Soße den Kerbel oder die Petersilie geben und mit kochen lassen. Nimmt man statt der getrockneten Kräuter lieber frische, dann setzt man diese erst vor dem Servieren der Suppe/Soße zu.
Die Soße/Suppe muss nun wenigstens 10-15 Minuten kochen. Sollte die Flüssigkeit zu sehr einkochen, immer wieder etwas nach gießen. Eine Geschmacksprobe zeigt an, wann die Suppe fertig ist – sie darf auf keinen Fall mehlig schmecken – lieber etwas länger kochen lassen. Auch hier: Übung macht den Meister. Fast genauso wird auch die helle Soße für Spargel oder andere Gemüsearten hergestellt – man nimmt ggf weniger Flüssigkeit, damit es eine Soße wird.
Wer zur Verfeinerung gerne ein Eigelb zufügen möchte, kann dies gerne tun – aber dann nicht mehr kochen, sonst gerinnt das Eigelb!
Also, Suppe vom Herd nehmen und unter Rühren mit dem Schneebesen das Eigelb zugeben. Wenn noch ein bisschen Spargel übrig ist, gerne klein geschnitten zufügen – guten Appetit!